Im Gegensatz zum Magenband ist die Therapie mittels Magenballon eine nicht-operative Therapieform der Adipositas.
Beim Magenballon handelt es sich um einen weichen, dehnbaren Silikonballon der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Während einer Magenspiegelung die zum Ausschluss krankhafter Veränderungen im Magen dient, wird der Magenballon über die Speiseröhre in den Magen eingebracht. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden und dauert nur ca. 10-20 Minuten.
Durch die permanente Teilfüllung des Magens, erreichen die Patienten wesentlich schneller ein Sättigungsgefühl und es wird somit weniger Nahrung aufgenommen. Ziel ist es, dass eine Gewichtsreduktion ohne Hungergefühl erreicht wird.
Der Magenballon ist für Patienten mit einem BMI von 25-40 geeignet, die über die konventionellen Methoden der Gewichtsreduktion keinen dauerhaften Gewichtsverlust halten konnten.
Wer einen BMI zwischen 40-60 hat und sich nicht für eine operative Behandlung (z.B. mittels Magenband) entschließen können, stellt der Magenballon durchaus eine sinnvolle Alternative dar.
Auch als vorbereitende Maßnahme bei einem BMI über 60, ist es sinnvoll mit Hilfe eines Magenballons zuerst sein Gewicht und somit auch die OP-Risiken zu reduzieren um dann die Einsetzung eines Magenbandes vornehmen zu lassen.
Der Magenballon kann für max. 6 Monate im Magen verbleiben. Danach muss er entfernt werden, damit die Magensäure das Material des Ballons nicht angreifen kann und evtl. etwas von der Kochsalzlösung austritt. Sollte eine weitere Gewichtsreduzierung angestrebt werden, kann unmittelbar ein neuer Ballon eingesetzt werden.
Nebenwirkungen:
Nach der Implantation des Ballons muss sich der Magen erst an die neue Situation gewöhnen. Eine häufige Reaktion auf diese Umstellung sind Übelkeit und Erbrechen, die medikamentös behandelt werden können.
Erfolge:
Der Magenballon dient als Hilfsmittel für eine Gewichtsreduktion die durch eine Veränderung der Verhaltensweisen und der Ernährungsgewohnheiten erzielt wird. Die Motivation des Einzelnen ist dabei von äußerster Wichtigkeit, die jedoch dadurch unterstützt wird, dass er keinen Hunger haben wird auch bei Reduzierung der Essensmengen. Eine psychologische Betreuung wird unbedingt empfohlen.
#1 von Erika Breit - 23. November 2009 zu 13:49
Die psychologische Betreuung ist in diesem Fall wirklcih empfehlenswert! Manche Patienten könnten schwer an die neuen Situation gewöhnen, deshalb müssen sie gut für den neuen Schritt vorbereitet sind.