Ein Magenband gehört mit anderen Methoden zum Spektrum der Adipositaschirurgie, also einer chirurgischen Therapie des krankhaften Übergewichtes. Wer an einer Adipositas leidet, die durch klassische Diäten und konservative Maßnahmen nicht behandelbar ist, kann sich ein Magenband einsetzen lassen. Dies sollte jedoch die letzte Wahl der Möglichkeiten sein, wenn wirklich schon alle anderen Maßnahmen versagt haben. Als Indikation für ein Magenband gilt ein BMI von 35-40.
Mit Hilfe eines Magenbandes wird der Magendurchmesser reduziert wodurch eine deutliche Gewichtsreduktion erreicht werden kann. Hierzu wird laparoskopisch (Bauchspiegelung) um den Magenfundus ein Silikonband gelegt. Das Band kann mit Flüssigkeit gefüllt werden, damit der Durchmesser der Öffnung variabel ist. Zum Einfüllen der Flüssigkeit dient ein Port, der meistens im Brustkorb liegt, die Flüssigkeit liegt in einem Reservoir, das in der Bauchwand untergebracht wird.
Kosten
Wenn eine medizinische Indikation vorliegt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für diese Behandlung. Für die Indikation müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
* BMI > 40 oder
* BMI > 35 mit schwerwiegenden Begleiterscheinungen (z.B. Diabetes, Gelenkerkrankungen etc)
* alle konservativen Behandlungsmethoden wurden ausgeschöpft
* OP-Risiko darf die Risiken bei anderen möglichen Eingriffen nicht übersteigen
* Patient ist aufgeklärt und motiviert
Wirkung
Folgende Wirkungen des Magenbandes werden angenommen:
* Gewichtsabnahme von durchschnittlich 16% des Ausgangsgewichtes
* Reduzierung der Häufigkeit und Schwere von Schlafapnoe wird vermutet
* Reduzierung der Häufigkeit und Schwere von Depressionen
* Verbesserung der subjektiven Lebensqualität
Risiken und Spätfolgen
* Durch das Übergewicht der Patienten sind die Risiken von Anästhesie und Operation erhöht
* Der Magendurchgang kann durch verschluckte Gegenstände oder Nahrungsbrocken verschlossen werden
* Am Port können sich Infektion bilden
* Das Magenbandes kann sich in den Magen einschneiden
* Häufiges Erbrechen mit der Gefahr von Aspiration und Zahnschäden