Lipödem
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘l’ am 23. August 2009
Auf ein Lipödem kann vermehrtes Fettgewebe an Armen, Oberschenkel und Hüfte hinweisen. Hauptsächlich treten die Symptome nach einer Schwangerschaft oder während der Pubertät auf.
Es gibt noch keine gesicherten Erkenntnisse wodurch das Lipödem hervorgerufen wird. Vermutlich ist es eine vererbte Erkrankung die ausschließlich Frauen betrifft. Die Wissenschaft vermutet, dass neben der erblichen Veranlagung auch die Hormone eine Beteiligung haben.
Als Therapie werden Krankengymnastik, Lymphdrainagen und Kompressionsstrümfe eingesetzt um eine Verbesserung der Symptome zu erzielen. Mit Hilfe der Fettabsaugung können vermehrte Fetteinlagerungen entfernt werden. Allerdings ist eine einmalige Fettabsaugung in den meisten Fällen nicht ausreichend.
Schönheitsoperation
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘s’ am 20. August 2009
Wird ein chirurgischer Eingriff vorgenommen, dem die medizinische Indikation fehlt, bezeichnet man diesen als eine Schönheitsoperation. Ohne fehlende medizinische Notwendigkeit dient sie ausschließlich der subjektiven Verschönerung des menschlichen Körpers.
Ein ausführliches Beratungsgespräch in dem nicht nur die Vorgehensweise besprochen sondern auch gemeinsam mit dem Patienten das Für und Wider abgewogen werden sollte, ist bei einem schönheitsorientierten Eingriff zwingend notwendig.
Leider haben gerade in jüngster Zeit viele Prominente dadurch Aufsehen erregt, dass sie ein gesundes Maß für Schönheitsoperationen völlig aus den Augen verloren haben. Ein zu viel ist hier leider absolut kontraproduktiv und es wird leider das komplette Gegenteil des ursprünglichen Ziels, mit einem fast schon süchtigen Verhalten nach noch mehr Operationen, erreicht.
Gerade weil hier die medizinische Notwendigkeit komplett fehlt sind besonders strenge Maßstäbe an eine ethische Aufklärung des Chirurgen zu stellen. Doch leider steht auch hier der wirtschaftliche Faktor oftmals im Vordergrund.
Eine Schönheitsoperation ist ein chirurgisher Eingriff, der durch die fehlende medizinische Heilanzeige gekennzeichnet ist. Somit dient die Schönheitsoperation allein der – oft nur persönlich wahrgenommenen – Verschönerung des menschlichen Körpers.
Schweißdrüsen
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘s’ am 20. August 2009
Schweiß ist für unseren Körper wichtig, denn er reguliert unsere Temperatur und sorgt z. B. beim Verdunsten auf der Hautoberfläche für Abkühlung. Es gibt zwei Arten von Schweißdrüsen, die ekkrinen und die apokrinen. Die apokrinen Schweißdrüsen liegen im Genitalbereich, an den Brustwarzen und in den Achseln und werden auch als Duftdrüsen bezeichnet. Die ekkrinen Schweißdrüsen hingegen befinden sich auf der gesamten Hautoberfläche. Ihre Aufgabe ist es einen Säureschutzmantel zu bilden.
Die Entwicklung von Schweiß ist abhängig ob er aufgrund der Temperatur erzeugt wird oder ob es mit unseren Emotionen zu tun hat. Wenn wir temperturabhängig schwitzen beginnt der Körper meist auf der Stirn und am Hals und breitet sich von oben nach unten über den gesamten Körper aus bis er die Enden unserer Extremitäten erreicht, nämlich die Handinnenflächen und die Fußsohlen. Produziert unser Körper aber Schweiß aus emotionalen Gründen, z. B. bei Stress, dann werden erst die Handteller und Fußsohlen feucht.
Hyperhidrose nennt man es, wenn Menschen unter einer übermäßigen Schweißproduktion leiden. Die plastische Chirurgie bietet als Lösung für diese Menschen die Entfernung der Schweißdrüsen an.
Facharzt
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘f’ am 20. August 2009
Als Facharzt darf sich in Deutschland ein ausgebildeter Mediziner nur bezeichnen, wenn er besondere Kenntnisse in einem medizinischen Spezialgebiet besitzt. Nach dem Studium der Human Medizin ist eine mehrjährige Weiterbildung notwendig die mit einer Facharztprüfung abgeschlossen und durch die Landesärztekammer bestätigt wird.
Zum Beispiel muss ein ausgebildeter Arzt, der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie werden möchte, in einer 6 jährigen Facharztausbildung ca. 6.000 Operationen unter Anleitung eines erfahrenen Plastischen Chirurgen selbständig durchführen.
In Deutschland gibt es folgen klinische Facharztrichtungen:
* Anästhesiologie
* Augenheilkunde (Ophthalmologie)
* Chirurgie
- Allgemeinchirurgie
- Gefäßchirurgie
- Herzchirurgie
- Kinderchirurgie
- Orthopädie und Unfallchirurgie
- Plastische und Ästhetische Chirurgie
- Thoraxchirurgie
- Visceralchirurgie
* Gynäkologie (Frauenheilkunde) und Geburtshilfe
- Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
- Gynäkologische Onkologie
- Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
* Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO, Oto-Rhino-Laryngologie)
- Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
- Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
* Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologie und Venerologie)
* Innere Medizin
- hausärztlicher Internist
- fachärztlicher Internist
- Angiologie
- Endokrinologie und Diabetologie
- Gastroenterologie
- Hämatologie und Onkologie
- Kardiologie
- Nephrologie
- Pneumologie
- Rheumatologie
* Kinderheilkunde (Pädiatrie)
- Kinder-Hämatologie und -Onkologie
- Kinder-Kardiologie
- Neonatologie
- Neuropädiatrie
* Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
* Klinische Pharmakologie
* Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (zusätzlich Approbation als Zahnarzt benötigt)
* Neurochirurgie
* Neurologie (in manchen ÄK Nervenheilkunde zusammen mit Psychiatrie möglich)
* Nuklearmedizin
* Orthopädie
* Phoniatrie und Pädaudiologie
* Physikalische und Rehabilitative Medizin
* Psychiatrie und Psychotherapie (in manchen ÄK Nervenheilkunde zusammen mit Neurologie möglich)
* Psychosomatische Medizin (vormals Psychotherapeutische Medizin)
* Radiologie
- Schwerpunkt Neuroradiologie
- Schwerpunkt Kinderradiologie
* Rechtsmedizin
* Strahlentherapie
* Transfusionsmedizin
* Urologie
Micrograft
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘m’ am 20. August 2009
Ein Graft bezeichnet ein Haarbündel – ein Micrograft ist ein Haarbündel, dass aus ein bis vier Haarwurzeln besteht. Micrografts werden mit der neuen Lasertechnologie verpflanzt und finden in der modernen Haarchirurgie bzw. Haartransplantation ihre Anwendung.
Eine Haartransplantation mit Micrografts kann in lokaler Anästhesie vorgenommen werden. Ein behaarter Hautstreifen wird gelöst und von einem plastischen Chirurgen in kleine Hautteile mit Haarwurzel zergliedert. Die kleinen Hautteile bezeichnet der Plastische Chirurg als Minigrafts und die mittleren Hautteile als Micrografts. Die Haarbündel werden nach der Zerteilung auf die kahle Kopfhaut verpflanzt. Bis zu 1500 Micrografts können in einer Sitzung von einem geübten Chirurgen verpflanzt werden.
In Deutschland wird die Methode am häufigsten zur Haartransplantation verwendet.
Reduktionsplastik
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘r’ am 20. August 2009
Reduktionsplastik bedeutet in der Plastischen Chirurgie nichts anderes als „Brustverkleinerung“.
Die sogenannte Reduktionsplastik wird hauptsächlich bei Frauen angewandt, die durch ihre große und damit auch schwere Brust körperliche Symptome wie z. B. Haltungsschäden oder Rückenschäden entwickelt haben. Aber auch der psychische Aspekt ist nicht zu unterschätzen.
Während der Operation wird von einem plastischen Chirurgen das vorher gekennzeichnete Fettgewebe entfernt und die Brustwarze nach oben verschoben um ein ästhetisches Bild der verkleinerten Brust zu erzielen.
Ab einem Alter von 35 Jahren sollte Frau vor so einem Eingriff auf jeden Fall eine Mammografie durchführen lassen.
Knochenaufbau
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘k’ am 19. August 2009
Ein Knochenaufbau ist manchmal vor einer Implantation von Zähnen notwendig. Stellt der Zahnarzt bei seiner Untersuchung fest, dass der Knochen für die Verankerung der Zahnimplantate nicht stark genug ist, muss vor der Implantation ein Knochenaufbau erfolgen. Die Ursache für den Knochenabbau ist meistens Paradontitis die sinnvollerweise vorrangig behandelt werden sollte.
Da das Implantat die Wurzel für den Zahnersatz simuliert, muss der Knochen in dem es dauerhaft verankert werden soll, stabil sein. Auf den Implantaten werden später die entsprechenden Brücken, Prothesen oder Kronen gesetzt und bestehen meist aus Titan.
Die moderne Zahnästhetik bietet folgende Möglichkeiten um den Knochen aufzubauen: Knochentransplantation von Eigenknochen, Sinuslift oder der Einsatz von Knochenersatzmaterialien.
Brustdrüsen
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘b’ am 19. August 2009
Am vorderen weiblichen Brustkorb liegen die Brustdrüsen, die als halbkugelige Drüsenkörper in Fettgewebe eingebettet sind. In die Brustwarzen münden die Ausführgänge der Brustdrüsen und liefern während der Stillzeit die Muttermilch. Der Lymphabfluss aus der Brustdrüse findet über die Achsellymphknoten statt.
Durch die Schwangerschaft und während der Stillzeit vergrößern sich die Brustdrüsen. Anschließend verringert sich das Volumen oftmals erheblich und das Bindegewebe kann die Dehnung nicht ausgleichen. Schwangerschaftsnarben und/oder eine Erschlaffung der Brust ist oft die Folge.
Leidet das Selbstbewusstsein einer Frau darunter erheblich, wäre evtl. eine Bruststraffung und/oder eine Brustvergrößerung eine Möglichkeit ihr zu helfen.
Softlifting
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘s’ am 19. August 2009
Ein Softlifting stellt eine Alternative zum großen Facelift dar. Mit Hilfe eines Softlifts kann der plastische Chirurg einem Gesicht wieder mehr Vitalität und Frische verleihen ohne jedoch die Mimik oder den Ausdruck nachhaltig zu beeinflussen.
Bei einer erschlafften Augenbrauen-, Stirn-, Wangen- oder Halspartie ist ein Softlifting empfehlenswert. Eine Faltenunterspritzung hingegen ist nur bei kleinen Falten im Gesicht zu empfehlen.
Anders als bei einem großen Facelift, kann ein Softlifting unter lokaler Anästhesie vorgenommen werden.
Testosteron
Verfasst von Chris unter Lexikon Begriffe mit ‘t’ am 19. August 2009
Testosteron ist ein männliches Geschlechtshormon und wird vorwiegend in den Hoden gebildet. Auch Frauen produzieren Testosteron (in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde) allerdings in wesentlich geringeren Mengen.
Für die Entwicklung und Ausbildung der typisch männlichen Geschlechtsmerkmale wie tiefere Stimme, Behaarung, Samenbildung, spezifische Fettverteilung und natürlich der Geschlechtsorgane ist das Hormon Testosteron zuständig.
Bei Frauen erzeugt Testosteron einen gesteigerten Geschlechtstrieb und eine allgemeine „Vermännlichung“.
Eine weitere Aufgabe von Testosteron ist bei beiden Geschlechtern die Vermehrung der Muskelmasse und die Förderung des Knochenwachstums.
Sowohl die Produktion als auch die Ausschüttung von Testosteron wird von unserem Gehirn gesteuert.